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Warum haben Busse und Bahnen im Herbst besonders mit Verspätungen zu kämpfen?

Mobilität verstehen

Staus, Unfälle, Baustellen und rutschige Schienen: Im Herbst kommen für Busse und Bahnen einige Herausforderungen zusammen. Wir erklären dir, warum es zu Verspätungen kommt und was wir dagegen tun.

Wenn die Tage kürzer werden, können Regen, Dunkelheit und nasses Laub den Fahrbetrieb zusätzlich erschweren. Gleichzeitig gehören Staus, Unfälle und Baustellen weiterhin zum Alltag auf Duisburgs Straßen. Das kann auch unsere Busse und Straßenbahnen ausbremsen.

Doch warum kann ein einzelnes Hindernis gleich mehrere Fahrten verzögern? Wir zeigen dir vier häufige Ursachen und erklären, wie wir Störungen vorbeugen.

1. Wenn Busse und Bahnen im Stau stehen

Ein Unfall, eine gesperrte Brücke oder eine Baustelle mitten in Duisburg: Was den Autoverkehr ausbremst, kann auch unsere Busse und Straßenbahnen aufhalten. Denn besonders auf den Linien 901 und 903 gibt es Streckenabschnitte, auf denen sich Bahnen und Autos den Verkehrsraum teilen.

Blockiert ein falsch geparktes Auto die Gleise oder passiert ein Unfall, kann die Bahn nicht einfach ausweichen und weiterfahren. 

Das Tückische: Eine Störung im Duisburger Norden kann sich bis in den Süden auswirken (und umgekehrt). Denn kommt eine Bahn verspätet an ihrer Endhaltestelle an, fehlt möglicherweise die Zeit, um die Verzögerung vor der nächsten Fahrt auszugleichen.

2. Wenn ein Fahrzeug ausfällt

Unsere Busse und Bahnen sind täglich viele Stunden im Einsatz. Dabei werden Türen, Bremsen und andere technische Bauteile stark beansprucht. Kommt es zu einer Störung, muss geprüft werden, ob das Fahrzeug weiterfahren kann oder in die Werkstatt muss.

Warum fährt dann nicht einfach eine andere Bahn oder ein anderer Bus? Dafür muss ein geeignetes Ersatzfahrzeug verfügbar und einsatzbereit sein. Ist das nicht der Fall, kann eine Fahrt ausfallen.

Unsere Werkstattteams arbeiten daran, defekte Fahrzeuge wieder einsatzbereit zu machen. Gleichzeitig haben wir unsere Straßenbahnflotte für die Linien 901 und 903 erneuert und erneuern unsere Stadtbahnflotte für die Linie U79, um die Fahrzeugverfügbarkeit langfristig zu verbessern. Auch unsere Busflotte modernisieren wir: Seit März 2025 sind die ersten Wasserstoffbusse im Linienverkehr unterwegs.

3. Wenn Baustellen und Veranstaltungen den Fahrplan verändern

Ob Marathon, Demonstration, Baustelle oder Bombenentschärfung: In einer Großstadt wie Duisburg müssen wir unsere Fahrpläne immer wieder an veränderte Bedingungen anpassen.

Manchmal sind Umleitungen oder Ersatzverkehre notwendig. Das kostet zusätzliche Fahrzeit, besonders wenn sich auf den Ausweichstrecken auch noch der Autoverkehr staut.

Geplante Einschränkungen können wir im Voraus berücksichtigen. Kurzfristige Sperrungen erfordern dagegen schnelle Entscheidungen unserer Verkehrsleitstelle. Trotzdem lassen sich Verzögerungen nicht immer vermeiden.

4. Wenn wenige Sekunden zu mehreren Minuten werden

Noch schnell in die Bahn springen und dafür die Tür aufhalten? Was nach wenigen Sekunden aussieht, kann größere Auswirkungen auf den Fahrplan haben.

Denn unsere Busse und Bahnen müssen sich auch nach dem Verkehr richten. Verzögert sich die Abfahrt, kann eine Straßenbahn beispielsweise ihre Grünphase an der nächsten Ampel verpassen. Dann muss sie auf die nächste Freigabe warten. Aus wenigen Sekunden können so schnell mehrere Minuten werden.

Kommt das Fahrzeug dadurch verspätet an den nächsten Haltestellen an, kann sich die Verzögerung weiter aufbauen. Und im ungünstigen Fall wirkt sich das sogar auf die nächste Fahrt aus.

Was wir im Herbst gegen Verspätungen tun

Nicht alle Ursachen können wir beeinflussen. Aber gerade im Herbst können wir einiges dafür tun, wetterbedingten Störungen vorzubeugen.

Laub entfernen

Feuchtes Laub bildet auf den Schienen einen glatten Film, der die Haftung zwischen Rad und Schiene verringert. Deshalb reinigen und kontrollieren unsere Teams während der Hauptlaubzeit regelmäßig besonders betroffene Gleise und Weichen. Auch unser Schienenschleifwagen entfernt Ablagerungen von den Schienen.

Sand für besseren Halt

Wusstest du, dass unsere Straßenbahnen Sand an Bord haben? Bei glatten Schienen kann Sand vor die Räder gestreut werden, um die Haftung zu verbessern. Rund 210 Tonnen Sand benötigt die DVG dafür im Jahr.

Schwierige Situationen trainieren

An unseren Fahrsimulatoren übt unser Fahrpersonal, wie es bei Regen, Nebel, Schnee oder rutschigen Schienen reagieren kann. So bereitet es sich auf besondere Situationen vor, ohne Fahrgäste zu gefährden.

Weichen kontrollieren

Laub kann sich in Weichen festsetzen und ihre Funktion beeinträchtigen. Deshalb reinigen unsere Teams die Weichen bei Bedarf. Für kleinere Reinigungsarbeiten haben unsere Schienenfahrzeuge sogar einen Weichenbesen an Bord.

Warum lassen sich Verspätungen nicht einfach aufholen?

Vielleicht hast du dich schon gefragt, warum eine verspätete Bahn nicht einfach schneller fährt. Die Antwort ist einfach: Sicherheit geht vor.

Unser Fahrpersonal muss sich an Geschwindigkeitsbegrenzungen, Signale und Verkehrsregeln halten. Bei schlechtem Wetter muss es die Fahrweise gegebenenfalls zusätzlich anpassen.

Außerdem sind unsere Fahrzeuge über den gesamten Tag hinweg fest eingeplant. Eine verspätete Ankunft kann deshalb auch die nächste Fahrt beeinflussen. Unsere Verkehrsleitstelle versucht bei Störungen, den Betrieb möglichst schnell wieder zu stabilisieren.

Jetzt weißt du’s!

Ob dichter Straßenverkehr, technische Störung oder Laub auf den Schienen: Im Herbst kommen einige Herausforderungen für Busse und Bahnen zusammen. Nicht alle Verspätungen können wir verhindern. Aber mit regelmäßiger Wartung, gezielter Reinigung und gut vorbereitetem Fahrpersonal arbeiten wir daran, Störungen möglichst zu vermeiden und schnell zu beheben.

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