Fahrsimulatoren bei der DVG: Training für mehr Sicherheit
Regen, Nebel, eine Fahrzeugstörung oder eine schwierige Verkehrssituation: Mit zwei Fahrsimulatoren kann das Fahrpersonal der DVG solche Situationen gezielt trainieren. Die Simulatoren am Betriebshof Grunewald ergänzen die praktische Aus- und Weiterbildung und bilden unterschiedliche Situationen aus dem Duisburger Liniennetz ab.
Realistische Situationen sicher trainieren
Nicht jede Situation lässt sich im laufenden Betrieb gezielt üben. Genau hier kommen die Fahrsimulatoren zum Einsatz. Mit ihnen können wir besondere Verkehrssituationen, Signale, Weichen und mögliche Fahrzeugstörungen nachstellen. Auch schwierige Wetterbedingungen wie Regen, Nebel oder Schnee lassen sich simulieren.
Ein wichtiger Vorteil für die Ausbildung: Übungen können wiederholt werden. So kann das Fahrpersonal bestimmte Situationen mehrfach durchspielen und gemeinsam mit den Ausbildenden auswerten.
Die Simulatoren ersetzen die praktische Ausbildung im Duisburger Liniennetz nicht. Sie ergänzen die Fahrten mit realen Fahrzeugen um zusätzliche Trainingsmöglichkeiten in einer geschützten Lernumgebung.
Trainieren wie im Fahrzeug
Die Arbeitsplätze in den Simulatoren entsprechen denen in den jeweiligen Bahnen. So trainiert das Fahrpersonal in einer Umgebung, die den Bedingungen im Fahrzeug möglichst realitätsnah nachempfunden ist.
Zusätzliche Plätze ermöglichen es weiteren Beschäftigten und den Ausbildenden, das Training zu begleiten. Situationen können dadurch gemeinsam beobachtet, besprochen und erneut durchgespielt werden.
Aktuell können mit den Simulatoren Fahrten mit den neuen Niederflurbahnen auf den Linien 901 und 903 dargestellt werden. Perspektivisch sollen auch Fahrten mit den neuen Hochflurbahnen auf der Linie U79 möglich sein.
Hersteller der beiden Fahrsimulatoren ist Lander Simulation & Training Solutions.
Video: So funktioniert das Training im Fahrsimulator
Wie sieht das Training aus und welche Situationen lassen sich simulieren? Im Video bekommst du einen Einblick in die Fahrsimulatoren und ihren Einsatz in der Aus- und Weiterbildung.
Weniger Ausbildungsfahrten im Duisburger Liniennetz
Bestimmte Übungen können im Simulator statt mit einem Ausbildungsfahrzeug im Stadtgebiet stattfinden. Dadurch können reale Ausbildungsfahrten und die damit verbundenen CO₂-Emissionen reduziert werden.
Auch energieeffizientes Fahren lässt sich im Simulator gezielt trainieren. Werden weniger Fahrzeuge für Ausbildungsfahrten benötigt, können diese je nach betrieblicher Situation für den Fahrgastbetrieb zur Verfügung stehen.
Ein weiterer Vorteil: Situationen, die sich im realen Liniennetz nur mit hohem Aufwand oder gar nicht gezielt herstellen lassen, können unabhängig vom laufenden Verkehr trainiert und wiederholt werden.
1,9 Millionen Euro Investition in die Fahrsimulatoren
Diese Investition in Höhe von 1,9 Millionen Euro wird zu 70 Prozent durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (Förderkennzeichen: 67KSM0059) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) gefördert.
Mit den Simulatoren erweitert die DVG die Ausbildung des Fahrpersonals um zusätzliche Trainingsmöglichkeiten. Gleichzeitig bleibt die praktische Erfahrung mit den Fahrzeugen im Duisburger Liniennetz ein fester Bestandteil der Aus- und Weiterbildung.
Weitere Bilder der Schienenfahrzeugsimulatoren am Betriebshof Grunewald
Häufige Fragen zu den Fahrsimulatoren
Jetzt weißt du's!
Die Fahrsimulatoren ergänzen die praktische Ausbildung bei der DVG. Sie ermöglichen es, besondere Situationen gezielt zu trainieren und beliebig oft zu wiederholen. Noch mehr Einblicke bekommst du im Video und in unserer Bildergalerie.