Bilanz 2025: DVG fährt fast eine Million Kilometer mehr und baut Angebot deutlich aus

12.06.2026
Das Geschäftsjahr 2025 bei der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) hat für den ÖPNV in der Stadt vor allem mehr Leistung und mehr Komfort gebracht.

Mit 14,8 Millionen gefahrenen Kilometern mit Bus und Bahn hat die DVG fast eine Million mehr Kilometer auf Duisburgs Straßen und Schienen zurückgelegt als im Jahr 2024. Dieser massive Ausbau des Fahrplanangebots ist vor allem auf die Umsetzung des Bezirkskonzeptes Mitte zurückzuführen, bei dem die DVG die Linienführung und -taktung im Bereich der Stadtmitte angepasst hat. Gleichzeitig haben das ausgebaute Angebot mehr Fahrgäste als noch im Jahr 2024 genutzt. Mit 50 Millionen stieg ihre Zahl um rund 1,1 Millionen. „Der Ausbau des Angebots bedeutet mehr ÖPNV für Duisburg und das ist mit Blick auf die Ziele der Verkehrswende eine gute Nachricht. Klar ist aber auch, dass mehr Leistung mehr Kosten verursacht, und die können durch Ticketverkäufe allein nicht kompensiert werden“, erklärt Marcus Vunic, Vorstandsvorsitzender der DVG. Die Verkehrseinnahmen stiegen auf 52,8 Millionen Euro, dennoch schloss die DVG das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 86,1 Millionen Euro ab.

Neben dem Ausbau des Verkehrsangebots verbessert die DVG den Komfort für die Fahrgäste weiterhin enorm. Die Modernisierung der Straßenbahnflotte ist im Jahr 2025 weiter vorangeschritten. 42 neue Schienenfahrzeuge für die Linien 901 und 903 sind bereits in Duisburg eingetroffen, 12 davon im vergangenen Jahr. „Die neuen Bahnen bieten den Fahrgästen wesentlich mehr Komfort durch neueste Technik und Ausstattung. Außerdem bedeuten sie mehr Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit, so dass wir das Angebot auf den Linien 901 und 903 deutlich stabilisieren konnten“, sagt Andreas Gutschek, Vorstand Infrastruktur und Strategie bei der DVG. Gleichzeitig läuft die Beschaffung neuer Stadtbahn-Fahrzeuge für die Linie U79 gemeinsam mit der Rheinbahn AG, so dass auch die Stadtbahn-Flotte der DVG in den kommenden Jahren komplett erneuert wird. Auch auf der Straße erneuert die DVG ihren Fuhrpark vollumfänglich und stellt die Busflotte sukzessive auf moderne, umweltverträgliche Antriebstechnologien um. Bereits heute sind 25 Wasserstoffbusse im Duisburger Netz im Einsatz. Im Jahr 2025 hat die DVG gemeinsam mit der Stadt Duisburg die Beschaffung weiterer 55 Wasserstoffbusse auf den Weg gebracht. Geplant sind 26 Standardbusse und 29 Gelenkbusse. Die Auslieferung erfolgt in drei Etappen bis Ende 2028. Insgesamt investiert die DVG rund 47 Millionen Euro in das Projekt und erhält dafür Fördermittel des Bundes in Höhe von rund 15 Millionen Euro. „Die Modernisierung der gesamten Flotte sichert einen modernen und komfortablen ÖPNV in Duisburg in der Zukunft. Gemeinsam mit der Stadt entwickelt die DVG tragfähige Konzepte, die den Ausbau des Angebots bei gleichzeitiger Emissionsreduzierung ermöglichen“, sagt Dieter Lieske, Aufsichtsratsvorsitzender der DVG.

Aufwendungen steigen um fast 20 Millionen Euro
Die Modernisierung der gesamten Fahrzeugflotte und der Ausbau des Angebots bedeuten einen sprunghaften Anstieg der Kosten. 165,6 Millionen Euro wurden im Jahr 2024 für den ÖPNV-Betrieb aufgewendet, im Jahr 2025 waren es bereits 183,8 Millionen Euro. Auch, weil ein Ausbau des Angebots mehr Personal benötigt: Die DVG beschäftigt 875 Menschen und damit 62 mehr als noch im Vorjahr. „Die Verkehrswende gibt es nicht zum Nulltarif. Wir sehen deutliche Zuwächse beim Deutschlandticket. Unser Angebot ist also für immer mehr Menschen attraktiv. Für seine Finanzierung reicht das aber nicht aus. Wenn wir den eingeschlagenen Weg weiter gehen wollen, sind wir – genau wie alle anderen Verkehrsunternehmen – auf die Unterstützung von Bund und Land angewiesen. Und das nicht nur bei der Beschaffung neuer Fahrzeuge, die aufgrund neuer Antriebstechnologien erheblich teurer sind als Dieselbusse. Der ÖPNV muss auskömmlich finanziert werden, damit er dauerhaft realisierbar ist“, sagt Marcus Vunic.