Wie sich die DVG auf die kalte Jahreszeit

22.11.2019

In den Nächten ist es bereits winterlich kalt, viele Autofahrer sind mit Winterreifen unterwegs. Auch die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) hat sich auf den Winter vorbereitet, damit die Fahrgäste weiterhin sicher von A nach B kommen und die Fahrt nicht zur Rutschpartie wird. Die Experten der DVG erklären, wie sie mit ihrer jahrelangen Erfahrung Busse, Bahnen und Haltestellen winterfest machen.

Gegen Eis und Schnee
Straßenbahnen sind immer mit Weichenbesen und Schienenkratzer unterwegs. Mit den Weichenbesen können Fahrer Schnee von den Weichen fegen, mit den Schienenkratzern Eis aus den Rillen der Schienen entfernen. „Das müssen unsere Fahrer zum Glück so gut wie nie machen“, weiß Andreas Offer, Abteilungsleiter Schienenfahrzeugtechnik bei der DVG. „Denn unsere Weichen haben eine Heizung.“ Wenn die Temperatur auf drei Grad Celsius sinkt und Schneefall einsetzt, gehen an den rund 150 Weichen im Stadtgebiet automatisch die Heizungen an. Sie verhindern das Einfrieren der Weichen und schmelzen den Schnee, der sich zwischen den Weichen festsetzt. Die Leitstelle kann die Heizungen bei Bedarf auch manuell steuern.

Wenn der Winter richtig Einzug hält, setzt die DVG die sogenannte Schneewache ein. In der Betriebsruhe fahren dann Bahnen über die Schienen, um sie von Schnee freizuhalten. Damit verhindert die Schneewache auch das Vereisen der Fahrleitung. Zusätzlich fährt der Schienenschleifwagen der DVG mehrmals am Tag über die Gleise und entfernt Schmierfilme. Er kommt auch im Herbst zum Einsatz, wenn sich viel Laub auf den Schienen sammelt.

Sand gegen rutschige Gleise
Sand verhindert das Durchdrehen der Radreifen beim Anfahren. Dafür streuen Anlagen, die sich in den Fahrzeugen befinden, Sand vor die Reifen. „Wenn die Schienen glatt und rutschig sind, streuen sie den Sand automatisch“, erklärt Offer. „Der Fahrer kann auch selbst streuen, wenn er ins Rutschen kommt.“ Der Sand erhöht die Reibung zwischen Radreifen und Schiene, sodass die Bahn nicht so leicht ins Rutschen kommt. Auch bei Notbremsungen kommt der Sand automatisch zum Einsatz. „Bei schlechten Witterungsverhältnissen passen unsere Fahrer ihre Fahrweise natürlich auch an“, sagt Offer. Auf dem Gelände am Betriebshof Grunewald steht ein Silo, das rund 20 Tonnen Sand fasst. Im Jahr benötigt die DVG etwa 200 Tonnen.

Wie die DVG ihre Busse wappnet
Seit dem 1. Januar 2018 gilt die gesetzliche Vorgabe, dass neue Reifen nur mit dem sogenannten Alpine-Symbol wintertauglich sind. Es zeigt einen Berg und eine Schneeflocke. Die DVG-Busse fahren alle mit Ganzjahresreifen mit Alpine-Symbol. „Damit unsere Fahrer eine gute Sicht haben, werden die Busse ein bis zwei Mal pro Woche in unserer Waschanlage mit biologischer Wasseraufbereitungsanlage gereinigt“, erklärt Marc Schwarzer, Abteilungsleiter Fahrzeugtechnik Busse. Alle Busse haben moderne Heizungs- und Klimaanlagen, die auch bei häufigem Öffnen und Schließen der Türen für eine nahezu gleichbleibende Temperatur von etwa 22 Grad Celsius sorgen.

Verschneite Haltestellen
Nicht zuletzt sorgt die DVG an den Haltestellen für freie Wege: Die Haltestellen werden bei einsetzendem Schneefall schnellstmöglich von Glatteis und Schnee befreit. An den Straßenbahnhaltestellen liegt dies in der Verantwortung der DVG, für die Bushaltestellen ist die Stadt oder der jeweilige Grundstückseigentümer zuständig.

Wem das Kratzen der Scheiben am eigenen Auto zu lästig oder die Fahrt durch den Schnee zu unsicher ist, für den ist der Umstieg auf die DVG eine gute Alternative. Verkehrsinformationen zu Bus und Bahn gibt es im Internet unter www.dvg-duisburg.de, bei der DVG-Telefonhotline unter der Rufnummer 0203 60 44 555 und in der myDVG-App. Die App steht für die gängigen iPhones und Android-Smartphones in den jeweiligen Stores kostenlos zum Download bereit. Aktuelle Informationen finden Sie auch bei Twitter unter twitter.com/dvg_verkehr.