Maskenpflicht im Nahverkehr: DVG und Stadt Duisburg verstärken Kontrollen

10.06.2020

Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) und die Stadt Duisburg werden die Kontrollen zur Einhaltung der Tragepflicht einer Mund-Nasen-Bedeckung in Bussen, Bahnen und an Haltestellen deutlich intensivieren.

Ab der kommenden Woche werden täglich mehr Kontrolleure unterwegs sein, die neben den Tickets auch die Maskenpflicht überprüfen werden. Die Stadt Duisburg als Aufgabenträgerin des Öffentlichen Personennahverkehrs in Duisburg stellt dafür bis zum Jahresende zusätzliche Mittel in Höhe von rund einer halben Million Euro bereit. „Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist auf engem Raum wie in Bus und Bahn gesetzlich vorgeschrieben. Wer dies ignoriert und sich und andere nicht ausreichend schützt, verhält sich nicht nur äußerst unsolidarisch, sondern gefährdet seine Mitmenschen. Das werden wir nicht tolerieren“, sagt Oberbürgermeister Sören Link.

Insgesamt wird die DVG die bisher eingesetzten Kontrollteams um zusätzliche 20 Personen erhöhen. Die Prüfer sind mit Mund-Nasen-Schutz, Handschuhen und Desinfektionsmittel ausgestattet. Ergänzt werden die täglichen Überprüfungen um zusätzliche Schwerpunktkontrollen, die in regelmäßigen Abständen erfolgen. Eine erste dieser mehrstündigen Kontrollen wird die DVG in der kommenden Woche gemeinsam mit dem städtischen Ordnungsamt und der Polizei an einem zentralen Haltepunkt durchführen. Verstöße gegen die Maskenpflicht ahnden die Ordnungsbehörden mit einem Bußgeld in Höhe von 50 Euro.

Die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung in Bussen, Bahnen sowie an Haltestellen und in Bahnhöfen dient dem gegenseitigen Infektionsschutz. Im öffentlichen Nahverkehr gilt sie in NRW seit dem 27. April. In den ersten Wochen hatte die DVG auf eine breit angelegte Informationskampagne für ihre Fahrgäste gesetzt. Die Masken haben schnell das alltägliche Bild in Bus und Bahn geprägt. Das bestätigen auch die bisherigen Kontrollen der Ticketprüfer, die neben den Fahrscheinen auch das Einhalten der Tragepflicht des Mund-Nasen-Schutzes überprüft haben: Fahrgäste ohne Masken werden von den Prüfern zunächst freundlich aufgefordert, der Einhaltung nachzukommen. Geschieht dies nicht, macht die DVG von ihrem Hausrecht Gebrauch und verweist die Fahrgäste des Fahrzeugs.

Von den insgesamt rund 30.000 Fahrgästen, die in den vergangenen drei Wochen überprüft wurden, hält sich mit mehr als 90 Prozent die deutlich überwiegende Mehrheit an die Maskenpflicht. Knapp 3000 Personen mussten die Prüfer ansprechen, weil sie nur den Mund, aber nicht die Nase bedeckt hatten oder keine Maske trugen. Von ihnen zeigte sich ebenfalls die große Mehrheit einsichtig, rund 600 Personen wurden aufgefordert, die Bahn zu verlassen.

Anja Kopka