Kampagne
"Null Toleranz"

Foto: Null Toleranz
 

Gegen Gewalt, Vandalismus und Respektlosigkeit: Fahrgäste haben ein Recht darauf, sich in Bus und Bahn sicher und unbelästigt zu fühlen. Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) toleriert daher keine Gewalt, keine Pöbeleien, keinen Vandalismus und keine Respektlosigkeit in ihren Fahrzeugen und an Haltestellen.

Deshalb setzt die DVG auf ihren Linien zusätzliche Sicherheitskräfte ein, die Straftaten, Ordnungswidrigkeiten und Verhalten, das andere Fahrgäste oder das Fahrpersonal belästigt, unterbinden und gegebenenfalls zur Anzeige bringen werden.

Hierzu zählen unter anderem:

  • Pöbeleien gegenüber Fahrgästen und dem Fahrpersonal,
  • Androhung und Ausübung von Gewalt,
  • Beschädigung von Fahrzeugen und Fahrzeugeinrichtungen,
  • Beschmutzung des Fahrzeuginneren zum Beispiel durch das Auflegen der Füße auf die Sitze oder durch Speisen und Getränke,
  • lautes Musikhören.

Begleitet werden die zusätzlichen Sicherheitsmaßnehmen durch eine Informationskampagne. Plakate und Flyer machen deutlich, dass die DVG „Null Toleranz“ gegenüber Gewalt, Vandalismus und Respektlosigkeit in Bus und Bahn zeigt.

Die Kampagne richtet sich speziell an Jugendliche. Die Anrede erfolgt entsprechend zielgruppengerecht mit Botschaften wie „Mach doch keinen Stress! – Bleib cool zeig Respekt!“.

Die DVG hat außerdem eine Microsite zur Kampagne eingerichtet: www.bleib-cool.info.

Auch Zivilcourage ist wichtig

Die DVG bittet auch Fahrgäste, die sich in den Fahrzeugen oder an Haltestellen unsicher oder belästigt fühlen, sofort das Fahrpersonal oder die Sicherheits- und Servicemitarbeiter des Verkehrsunternehmens zu informieren.

Dies gilt auch, wenn man Zeuge von gewalttätigem oder belästigendem Verhalten gegenüber anderen Personen wird. In den Straßen- und Stadtbahnen stehen hierzu in jedem Wagen Notrufsprechstellen zur Verfügung, über die der Fahrer informiert werden kann. Ähnliche Notrufsprechsäulen gibt es auch in den U-Bahnöfen, über die die Leitstelle der DVG erreicht werden kann. Die Mitarbeiter der Leitstelle können direkt über eine eigene Telefonverbindung die Polizei benachrichtigen, so dass diese so schnell wie möglich den Ereignisort erreicht.

In den Bussen kann der Fahrer direkt angesprochen werden. Fahrgäste können natürlich auch mit ihrem Handy die Polizei unter der Notrufnummer 110 verständigen, wenn sie Gewalt- oder andere Straftaten beobachten.

Die DVG rät zu folgenden sechs Verhaltensregeln:

  1. Hilfe organisieren über Notrufeinrichtungen oder telefonisch unter 110.
  2. Andere aktiv zur Mithilfe auffordern.
  3. Genau beobachten und Tätermerkmale einprägen.
  4. Helfen, ohne sich selbst in Gefahr zu begeben.
  5. Um die Opfer kümmern.
  6. Sich als Zeuge zur Verfügung stellen.

Hintergrund: Präventionsmaßnahmen mit der Polizei

Die DVG setzt auch gezielt auf die Prävention von unerlaubten Handlungen und gibt gemeinsam mit der Polizei Hilfe, wie man sich bei Übergriffen verhalten soll.

So bildet die DVG in Kooperation mit der Polizei und Duisburger Schulen seit 2002 sogenannte Bus-Coaches aus. In einem einjährigen Lehrgang lernen 13- bis 15-jährige Schülerinnen und Schüler in Rollenspielen den Umgang mit Konfliktsituationen. Ihr Wissen sollen sie dann an andere Mitschüler weitergeben und bei Konflikten zwischen Kindern und Jugendlichen in Bus und Bahn schlichtend eingreifen. „Die Bus-Coaches sollen auf Augenhöhe mit den Jugendlichen vermitteln und helfen, Konflikte zu vermeiden oder diese nicht eskalieren zu lassen“, erklärt Siewior. „Schülerinnen und Schüler, die gelernt haben, Konfliktsituationen gewaltfrei zu lösen, entwickeln ein anderes Selbstbewusstsein und lernen fürs Leben.“

Ein weiteres Angebot von DVG und Polizei ist das Sicherheitstraining für Fahrgäste, das beide Partner seit Ende 2010 durchführen. Experten informieren über Techniken und Methoden zum Umgang mit kritischen Situationen in öffentlichen Verkehrsmitteln. Dabei zeigen sie, wie man anderen helfen kann, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Die Fachleute stellen Sicherheitseinrichtungen vor und präsentieren in Rollenspielen erfolgreiche Verhaltensstrategien.

Plakate zur Kampagne

  • Plakate Kampagne "Null Toleranz"

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